Spannungsteiler
- Uaus
- 3,33 V
- Teilerverhältnis
- 0,667
- Strom aus der Quelle
- 167 µA
- Querstrom durch R2
- 167 µA
- Verlust R1 / R2
- 278 µW / 556 µW
Unbelasteter Teiler: Am Ausgang hängt nichts, was Strom zieht. Gib einen Lastwiderstand ein, um zu sehen, wie weit die Spannung einbricht.
Zwei Widerstände in Reihe, dazwischen ein Abgriff: Mit dieser Schaltung bringst du eine Batteriespannung in den Messbereich eines ADC, passt 5-V-Signale an einen 3,3-V-Eingang an oder stellst die Ausgangsspannung eines Reglers ein. Der Rechner hilft in beide Richtungen. Entweder kennst du die Widerstände und willst wissen, was am Ausgang herauskommt, auch mit angeschlossener Last. Oder du hast eine Wunschspannung und suchst die passenden Widerstände aus der E24-Reihe. Wie der Teiler funktioniert, erklärt der Grundlagenartikel Spannungsteiler.
So rechnet der Rechner
R1 liegt oben an der Eingangsspannung Uein, R2 unten an Masse. Durch beide fließt derselbe Strom, wie in jeder Reihenschaltung. Die Ausgangsspannung greifst du an R2 ab:
Der Bruch ist das Teilerverhältnis. Hängt am Ausgang eine Last RL, liegt sie parallel zu R2. Der Rechner setzt dann statt R2 die Parallelschaltung ein:
Außerdem zeigt er den Strom aus der Quelle, den Querstrom durch R2, den Laststrom und die Verlustleistung P = I2 · R an jedem Widerstand. Alle Spannungen sind auf Masse bezogen, also Potentiale gegenüber dem unteren Ende des Teilers.
Für die Wunschspannung stellt der Rechner die Formel nach R1 um:
Das Ergebnis rundet er auf den nächsten Wert der E-Reihe E24, gemessen am Verhältnis, nicht an der Differenz. Dann rechnet er mit dem gerundeten Wert die tatsächliche Ausgangsspannung aus und nennt die Abweichung. Gibst du statt R2 den Querstrom vor, bestimmt er zuerst R2 = Uaus / Iq und rundet auch diesen Wert auf E24.
So benutzt du ihn
Oben wählst du den Modus.
Ausgangsspannung: Trag Uein, R1 und R2 ein. Das Feld für die Last bleibt leer, solange am Ausgang nichts Strom zieht. Gibst du eine Last ein, siehst du zusätzlich, wie weit die Spannung gegenüber dem unbelasteten Teiler einbricht.
Widerstände für Wunschspannung: Trag Uein und die gewünschte Uaus ein und entscheide, ob du R2 oder den Querstrom vorgibst. Unter dem Ergebnis steht, was der andere Nachbarwert aus der E24-Reihe ergeben würde.
Werte schreibst du so, wie sie im Schaltplan stehen: „10k“, „4k7“, „1M“, „3,3 V“ oder „100 µA“ (auch „100u“).
Beispiel
Voreingestellt ist eine Pegelanpassung von 5 V auf einen 3,3-V-Eingang, mit R1 = 10 kΩ und R2 = 20 kΩ:
Trägst du als Last 20 kΩ ein, ergibt die Parallelschaltung mit R2 nur noch 10 kΩ. Der Rechner zeigt dann 2,5 V statt 3,33 V, also 25 % weniger. Querstrom und Laststrom sind mit je 125 µA gleich groß, weit entfernt von der Faustregel, nach der der Querstrom drei- bis zehnmal so groß sein sollte wie der Laststrom.
Im Modus Widerstände für Wunschspannung stehen 5 V, 3,3 V und R2 = 20 kΩ. Rechnerisch ergibt sich R1 = 20 kΩ · (5 / 3,3 − 1) ≈ 10,3 kΩ. Der nächste E24-Wert ist 10 kΩ, damit kommen 3,33 V heraus, 1 % über dem Ziel. Mit 11 kΩ wären es 3,23 V. Stellst du auf Querstrom um, rechnet der Rechner mit 100 µA. Daraus wird R2 = 33 kΩ und R1 = 18 kΩ, das ergibt 3,24 V bei 98 µA.
Praxis und typische Fehler
- Den Teiler als Versorgung benutzen. Ändert sich der Laststrom, ändert sich die Spannung mit. Für die Versorgung eines Verbrauchers nimmst du einen Regler, siehe Konstantspannungsquelle oder den LM317-Rechner.
- Die Last vergessen. Auch ein ADC-Eingang oder ein Messgerät ist eine Last. Ist sie mindestens zehnmal so groß wie R2, bleibt der Fehler bei wenigen Prozent. Wie du den Teiler mit Last als einfache Quelle mit Innenwiderstand beschreibst, zeigt die Ersatzspannungsquelle.
- Zu große Widerstände. Sie sparen Strom, machen den Ausgang aber hochohmig. Leckströme und die Eingangskapazität eines ADC verfälschen dann den Messwert. Ein kleiner Kondensator am Ausgang, etwa 100 nF, stabilisiert die Spannung beim Abtasten.
- Zu kleine Widerstände. Bei batteriebetriebenen Geräten fließt der Querstrom ständig und leert den Akku.
- Toleranzen ignorieren. Beide Widerstände gehen ins Ergebnis ein. Mit 5-%-Typen kann die Ausgangsspannung um mehrere Prozent abweichen. Für genaue Teiler nimmst du 1 % oder besser.
- Schnelle Signale. Ein hochohmiger Teiler bildet mit den Kapazitäten von Leitung und Eingang einen Tiefpass. Wo der beginnt, rechnet der Grenzfrequenz-Rechner aus.
Der Teiler am Feedback-Pin eines Schaltreglers oder in der Rückkopplung eines Operationsverstärkers folgt denselben Formeln, siehe den Rechner für die OPV-Verstärkung.
Häufige Fragen
- Wie groß sollten die Widerstände sein? Für ADC-Eingänge von Mikrocontrollern sind 10 kΩ bis 100 kΩ insgesamt üblich. Kleiner wird es, wenn der Ausgang belastet wird.
- Warum nimmt der Rechner E24 und nicht E12? E24 ist bei 5-%- und 1-%-Widerständen gängig und trifft die Wunschspannung meist auf wenige Prozent. Für noch genauere Werte suchst du mit dem Rechner Normwert finden in E96.
- Kann ein Spannungsteiler die Spannung erhöhen? Nein. Die Ausgangsspannung ist immer kleiner als die Eingangsspannung, deshalb lehnt der Rechner eine größere Wunschspannung ab.